Irland (1)

In Rosslare angekommen, gings als erstes nach Kilkenny. Das Städtchen ist durchaus sehenswert, und die Live-Musik in den Pubs und das Bier (welches zwar nicht mehr in Kilkenny gebraut wird aber von dort ursprünglich kommt) sowieso 🙂

Auf dem Weg nach Südwesten legten wir noch einen kurzen Stopp in Cork ein. Am nächsten Tag zog es uns aber schon weiter in den Südwesten an die Küste, wo man potenziell surfen könnte und die Landschaft interessanter ist.

Auf dem Sheep’s Head testeten wir unser Wetterglück und wanderten zu einem Aussichtspunkt. Lokal regenete es in Sichtweite immer irgendwo, aber wir hatten Glück und blieben trocken, dafür blies uns der Wind fast fort.
An dieser Stelle möchte ich auch wieder einmal darauf hinweisen, dass unsere Fotos meist den besten Wettermoment zeigen. In 3 Wochen Irland hat es jeden Tag mal geregnet; Wie sonst sollte Irland auch so saftig grün sein?

Nach Sheep’s Head gings weiter zum Ring of Kerry.

Das Wetter war mal wieder stürmisch und regnerisch; wir kürzten den Ring etwas ab und gingen direkt zum höchsten Hügel/Berg Irlands, dem Carrantuohill (mit 1039 m ü.M.).
Obwohl es neblig, windig und regnerisch war, liefen wir los richtig Carrantuohill (wir waren bei weitem nicht die einzigen). Auf halbem Weg wurde der Weg aber schlammig, war auch nicht mehr einfach zu finden, da der Weg eigentlich im Bachbett verlief, respektive der Bach auf dem Weg floss. Wir kehrten um und trockneten am Ausgangspunkt in der Sonne unsere Sachen.
Am nächsten Tag gingen wir erneut los, und dieses Mal erreichten wir auch den Gipfel. Da es nicht regnete, führten die Bäche auch weniger Wasser und konnten einfacher durchquert werden. Leider hüllte sich der Gipfel dann doch in den Nebel, und der Wind blies auch wieder stark. Wir verweilten deshalb nicht lange auf dem Gipfel und machten uns an den Abstieg. Als wir dann wieder fast unten waren, kam der Gipfel dann noch schön in der Sonne zum Vorschein :-/

Dann gings Richtung Dingle Halbinsel. Wir blieben für zwei Nächte bei einem Hostel, bei dem man im Garten campen kann und in Laufdistanz zum Dörfchen Dingle ist.
Für den nächsten Morgen waren auf der anderen Seite der Halbinsel gute Wellen vorausgesagt. Wir fuhren deshalb an den Strand auf der anderen Seite der Insel und sahen, dass die Wellen zwar viel kleiner als prognostiziert waren, aber sich das Zwängen in den Neopren doch lohnen könnte. Wir surften ein paar schöne kleine Wellen, die Hauptsache aber war, dass wir wieder mal ins Wasser kamen.
Am Abend gingen wir im Pub essen und hatten Glück, dass sie während dem Essen neben uns die Bühne für die spätere Live-Band aufbauten. Die Band (Tintean) überzeugte während zwei vollen Stunden und ihre CD wurde dann auch der Soundtrack für die weitere Reise in Irland. Am nächsten Morgen mussten wir dann noch das Must-do von Dingle machen, wir mussten den Delfin Fungie treffen. Mit einem kleinen Boot gings in der Bucht von Dingle auf die Suche nach Fungie. Er zeigte sich jedoch mässig interessiert (aber auch nicht gestört) und schwamm immer wieder davon und wurde in der Folge von unserem Boot verfolgt. Mit der Zeit gesellten sich dann noch zwei andere Boote dazu, und jedes war bemüht am nächsten bei Fungie zu sein…
Weiter gings über den Dunmore Head und Ballybunion weiter der Küste nach nordwärts.

In Lahinch übernachteten wir auf einem Camping direkt an der felsigen Küste. Am nächsten Morgen liefen dann auch verschiedene Leute mit Surfbrett an unserem Van vorbei und gingen beim vorgelagerten Riff surfen. Wir bevorzugten den Strand in Lahinch welcher einfacher zu surfen ist. Das Wasser war richtig gelbbraun gefärbt (durch die ebenso verfärbten Flüsse). Wir genossen die grossen Wellen bis wir müde waren und die Bedingungen durch stärkeren Wind sich verschlechterten.

Übernachtet haben wir am Abend im Aille River Hostel in Doolin, einem preiswerten und praktisch eingerichteten Hostel wo man im Garten mit dem Camper parkieren oder Zelten kann. Die Küche dort ist sehr gut ausgerüstet und man kommt sich im Gegensatz zu den meisten anderen Hostels in der Küche nicht in die Quere. Und am Abend kann man sich es vor dem offenen Kamin mit Torffeuer gemütlich machen.

Am nächsten Tag gingen wir die Cliffs of Moher anschauen, obwohl die Wetterprognose zweifelhaft war. Wir konnten die Cliffs daher bei verschiedenen Wetterverhältnissen bestaunen, sowohl bei Regen, bei Sonnenschein, bei Mischformen davon und mit Regenbogen 🙂

Fun-Fact: Hier wurde Ninas Lieblings-Harry Potter-Szene gedreht.

Weiter gings dann direkt nach Galway, wo wir den Van beim Bahnhof abstellten und in das Snoozles Hostel gingen. Wir hatten nicht so grosse Lust auf eine grosse Stadt, da es mit dem Van immer etwas mühsamer ist einen Parkplatz zu finden. Es stellte sich aber heraus dass Galway sehr überschaubar ist und man die Innenstadt locker zu Fuss erkunden kann.
Da Galway bekannt ist für die traditionelle irische Musik in den Pubs, wie wir gehört hatten, machten wir uns am Abend auf die Suche nach einer unterhaltsamen Live-Band (etwas „lüpfigem“ wie Nina sagen würde). Wir fanden dann nach mehrmaligem Pub-Wechsel eine coole kleine Band, welche jedoch nach ein paar Minuten schon den Auftritt beendete…


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.